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Aktuelles

Gedenkstättenfahrt 2017

Oświęcim 20. – 24.11.2017

In diesem Jahr fuhren wir mit insgesamt 23 Schülerinnen und Schülern des 10. und 11. Jahrgangs für fünf Tage ins polnische Oświęcim, um uns mit der Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zu beschäftigen.

In der Gedenkstätte und während der Besprechungen und Workshops in der internationalen Jugendbegegnungsstätte war es möglich, sich intensiv mit dem vom nationalsozialistischen Deutschland begangenen Massenmord an den europäischen Juden auseinanderzusetzen. Beleuchtet wurden auch einzelne Schicksale und geglückte wie missglückte Fluchtversuche.

Am Ende stand die Frage, wie die notwendige Erinnerung an die Verfolgten und das unvorstellbare Grauen, welches ihnen an diesem Ort angetan wurde, wachzuhalten sei.

Während der Fahrt legten wir ein Buch aus, in das die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken eintragen konnten. Hier ein paar repräsentative Auszüge:

„Der Besuch (…) war sehr interessant, aber auch traurig. Die Bilder, die man da gesehen hat, sind nicht zu vergessen. Man konnte einfach nicht verstehen, wie Menschen so grausam sein konnten.“

„Einzig entscheidend ist nur nie zu vergessen und allen Opfern ein Gesicht zu geben, um sie zu würdigen.“

„Der Tod hat viele Gesichter und bringt uns zum Nachdenken. Doch Grausamkeit verbindet auch und schafft Neues, das man niemals vergisst.“

„Mich hat besonders bedrückt, als wir die Videos und Bilder der Juden gesehen haben. Das hat nicht nur den Personen eine Persönlichkeit gegeben, sondern auch gezeigt, dass es geliebte Menschen waren, Familien, das hätten auch unsere sein können.“

„Wichtig ist es nie zu vergessen, dass Böses immer aus Gutem entsteht, wenn man keine klare Haltung bezieht.“

Neben den Besuchen in der Gedenkstätte (Auschwitz I – Stammlager und Auschwitz-Birkenau) erkundeten wir auch Krakau und die Stadt Oświęcim und erfuhren dort von ihrer jüdische Vergangenheit (1939 machten Juden 60% der Bevölkerung der Stadt aus). Außerdem besuchten wir das jüdische Zentrum und die darin befindliche Synagoge.

(K. Drews)