Bilinguale Klasse

Die bilinguale Profilklasse – eine Erfolgsgeschichte an der Max-Beckmann-Oberschule

Seit der Einrichtung des bilingualen Zuges an der Max-Beckmann-Oberschule im Jahr 1999 hat sich der bilinguale Unterricht fest etabliert und gilt als Aushängeschild der Schule.

Die bilinguale Klasse eignet sich für Kinder, die bereits im frühen Alter eine Neigung zur englischen Sprache und vor allem Interesse an der Sprache entwickelt haben.

Seit 2011 wurden die Schüler, die sich für den bilingualen Zug interessieren, in einer Klasse unterrichtet. Der Aufbau einer Klassengemeinschaft, in der Englisch eine große Rolle spielt, sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden. Viele Dinge des schulischen Alltagslebens werden zunehmend in englischer Sprache vermittelt, was eine weitere Intensivierung des Lernprozesses darstellt. Hierdurch wird der Zusammenhalt der Klasse stark gefördert und die Schüler können sich stärker gegenseitig unterstützen. Weiterhin bietet dies zunächst einmal rein organisatorische Vorteile: Aktivitäten, die außerhalb der Schule stattfinden, können nun als Klasse durchgeführt werden, ohne dabei den Unterricht in anderen Kerngruppen zu beeinträchtigen. Neben der Englandreise gehören dazu Kino- und Theaterbesuche oder Exkursionen zu Orten (z.B. die britische Botschaft), die mit der englischen Sprache zu verbinden sind.

Die Schüler erhalten bereits in der 7. Klasse verstärkten Englischunterricht, hinzu kommt aber die erste große Herausforderung: die Fächer Geschichte und Geografie werden auch in englischer Sprache unterrichtet. Die Schüler bekommen daher jede Woche acht Stunden Englischunterricht (als Vergleich: die anderen Klassen haben drei Stunden pro Woche).

In der 8. bzw. 9. Klasse findet die schon traditionelle Englandreise der bilingualen Schüler statt. Eine sehr positive Erfahrung bietet der Aufenthalt in den Gastfamilien, wo sich schnell zeigt, dass man das Erlernte tatsächlich anwenden kann. Die englischen Veranstalter sind stets voll des Lobes über unsere Schüler, die freundlich, höflich, offen und sehr kommunikativ auftreten und gute Botschafter unseres Landes und ihrer Schule sind.

Das durchgehende erhöhte Angebot in der Mittelstufe lohnt sich auf jeden Fall, denn die Ergebnisse können sich sehen lassen: Bei den zentralen Prüfungen des Mittleren Schulabschlusses (MSA) schneiden die bilingualen Schülerinnen und Schüler weit vor ihren Mitschülern ab und sind oft besser als die Schülerinnen und Schüler mancher Gymnasien.

In der gymnasialen Oberstufe wird Englisch natürlich im Leistungskurs fortgeführt und das Fach Geschichte als Prüfungsfach für das Abitur auf Englisch belegt.

Nach sieben Jahren intensiveren Englischunterrichts verlassen die jungen Menschen die Schule mit hervorragenden Englischkenntnissen, die eine Vielfalt an weiteren Türen öffnen.

Schülerinnen und Schüler der bilingualen Klasse müssen ab der 7. Klasse im Bereich des Wahlpflichtfaches eine zweite Fremdsprache (Latein, Spanisch oder Französisch) belegen. Eine Beratung über die Wahl findet beim Aufnahmegespräch statt, jedoch empfehlen wir schon jetzt die Wahl von Latein, ein Fach, das in vielen zukünftigen Studiengängen verlangt wird.

Für die Aufnahme in die bilinguale Klasse gelten bei einer Übernachfrage folgende Aufnahmekriterien:

30%: Durchschnitt der Förderprognose

40%: Punktsumme der folgenden Fächer auf den letzten beiden Zeugnissen: Englisch (jeweils mit Faktor 2) und Deutsch

30%: Ergebnis eines standardisierten mündlichen Gespräches auf Englisch. Hier wird vor allem auf die Kommunikationskompetenzen, Lesekompetenzen, Grundgrammatik und Aussprache geachtet.

Alle Ergebnisse werden in eine Rankingtabelle eingegeben und die 25 Schülerinnen und Schüler mit dem höchsten Prozentsatz werden in die bilinguale Klasse aufgenommen.

Die Aufnahme von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf wird begrüßt, jedoch muss unbedingt ein Beratungsgespräch erfolgen, damit das Kind nicht überfordert wird.