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Ethik/Philosophie

Der Fachbereich Ethik/Philosophie stellt sich vor:

Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?
Menschen in verschiedenen Kulturen philosophieren seit mehr als 2500 Jahren, weil sie fragen und nach Antworten suchen.

Das Fach Ethik als Teildisziplin der Philosophie wird in den Jahrgangsstufen 7-10 im Klassenverband zweistündig unterrichtet. Das Fach lässt den SchülerInnen Raum über die Fragen “Wer bin ich?“ (Identität/Rolle/Familie/Freunde/Glück), „Wie frei bin ich?“ (Freiheit und Verantwortung – zwei Seiten einer Medaille), „Was ist gerecht?“ (Recht und Gerechtigkeit), „Was ist der Mensch?“ (Mensch und Gemeinschaft), „Was soll ich tun?“ (Handeln und Moral) und „Was kann ich wissen?“ (Wissen und Glauben) nachzudenken und die Chance, eine dialogische Gesprächskultur auf der Basis des Verstehens von anderen Milieus und Kulturen zu entwickeln.

Ausgehend von der Lebenswelt der Lernenden, die sich durch einen komplexen, kulturellen Wandel auszeichnet, setzen sich die SchülerInnen mit ethischen Themen und Fragen auseinander, um sie in einer vernunftbezogenen Orientierung zu unterstützen. Hierbei wird auch der Frage nachgegangen, inwieweit sich der eigene Lebensentwurf mit Fragen nach einer individuellen Verantwortung verknüpfen lässt.

Neben dem Wissen, das die SchülerInnen bei der Bearbeitung von Themenschwerpunkten, wie beispielsweise Demokratie und Menschenrechte, die Weltreligionen sowie Werte, Normen und Tabus in verschiedenen Kulturen erwerben, erlernen die SchülerInnen überfachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, wie z.B. Methoden der Internetrecherche, des Schreibens eines Essays, der Dokumentation, der Präsentation, des Akrostichons, des Schreibgesprächs, des Perspektivwechsels, des Gedankenexperiments sowie die Methode der Dilemma-Diskussion und des Sokratischen Gesprächs.

Seit der Einführung des Faches Ethik (2006) wird nach der auf der Regionalkonferenz vorgeschlagenen Leistungsbeurteilung (70% mündlich / 30% schriftlich) gemäß §17 der Sek I VO bewertet (vgl. Fachbrief Nr.3 –Ethik-; II. Tests im Ethikunterricht, November 2009, Fachbrief Nr.5 –Ethik-, Grundsätze der Bewertung und Zensierung im Fach Ethik, Bewertungsraster für die Leistungen im Ethikunterricht, Januar 2013, Fachbrief. Nr.6 – Ethik, Schriftliche Leistungskontrollen im Ethikunterricht, Juni 2013).

Zur Bildung von eigenen und bewussten Werteorientierungen und verantwortungsbewusstem Handeln kann eine Auseinandersetzung mit aktuellen Themen fächerübergreifend und/oder im Rahmen von interkulturellen und interreligiösen Projekttagen erfolgen.

Angesichts des Gesetzes zur Neuregelung des Transplantationsgesetzes, das im November 2012 in Kraft trat, wurde auf Initiative der Fachbereichsleiterin für Biologie mit Unterstützung von Ärzten der Charité und der Vorstandsvorsitzenden des Forums Organtransplantation Berlin e.V.  ein fächerübergreifender Projekttag der 10. Klassen zum Thema „Organspende“ durchgeführt. Mit dem Projekt sollten die SchülerInnen informiert  und für das gesellschaftliche Thema sensibilisiert werden, um auf dieser  Grundlage zukünftig eine Entscheidung der Freiwilligkeit treffen zu können. Den Abschluss des Projekttages bildete die Diskussion des Abrahamischen Teams. Die Referenten stellten als Vertreter der jüdischen, christlichen und islamischen Religion die Standpunkte der Weltreligionen zur Organspende dar.

Der Interkulturelle Rat in Deutschland hat die Vermittlung des Abrahamischen Teams übernommen. Die Veranstaltung wurde durch das Bundesministerium des Inneren gefördert.

In der Zeit der MSA-  und Abiturprüfungen stehen für den 9. Jahrgang drei Tage lang die fünf Weltreligionen im Mittelpunkt des schulischen Geschehens. Das Projekt „Weltreligionen“ umfasst interessante Themen, spannende Workshops und Exkursionen, die die SchülerInnen auswählen können. Die Projektkoordination erfolgt über eine evangelische Schulpfarrerin.