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Aktuelles

„Stören hoch zwei“ im Mai: Update!

Stören hoch Zwei – ein etwas anderes Theaterprojekt

… und auf einmal ist die Aufführungswoche da: Der reinste Stress – Technikproben, Hauptprobe, Generalprobe, 2 Abendaufführungen im Gorki Studio und eine beim TUSCH-Festival im PODEWIL und dazwischen noch Unterricht… da stört uns einiges.

Aber – Eltern, Freunde, Bekannte, Lehrer*innen: Alle kommen und sind begeistert!

Fast ein halbes Jahr haben wir Texte geschrieben, wieder verworfen, improvisiert, auswendig gelernt, intensiv geprobt, Samstagsproben, Wochenendprobenfahrt und dazwischen immer wieder Klausuren und Lernen für andere Fächer. Das stört uns ganz schön.

Wir bemerken, was uns im Alltag stört: Männer in der U-Bahn, die breitbeinig dasitzen und keinen Platz machen; wir spüren, wie wir und unsere Körper auf der Straße betrachtet werden, es wird hinter uns her gepfiffen; manchen ist unser Rock zu kurz, die Hose zu eng; bin ich wirklich zu doll geschminkt oder zu dick?  Darf ich nicht so sein, wie ich bin? Was heißt Frau-sein? Das Thema, mit dem wir uns auseinandersetzen, hinterlässt seine Spuren und wir gehen mit offeneren Augen durch unsere Stadt und sehen Rassismus, Homophobie, Sexismus, Diskriminierung. Uns stört so viel, wir debattieren darüber. Und unsere männlichen Mitspieler: Was denken sie über uns und wie wir über sie?

Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat uns nicht nur sehr viel Spaß gemacht, sondern auch unseren Blick geschärft: Unsere Gesellschaft muss ihre Haltung gegenüber Frauen noch in vielen Bereichen ändern!

Wir führen nochmal am 22.5.17 um 19:30 Uhr in unserer Schule auf!

Fotos: ©TUSCH Berlin; Fotograf: Jan Ziegler    +   ©Gorki Berlin;  Ute Langkafel MAIFOTO.